Nach kurzer Planung und Buchung der Fähren ging es am Mittwoch 5.10 gegen 10:00 h los Richtung Norwegen. Versorgt mit Kaffee und Verpflegung steuerten wir zunächst den Anhängerverleih an. Kurz Papierkram erledigen und dann starteten wir um halb Elf in Richtung Hirthals DK.
Mittagspause in DK
Die erste Etappe bis hinein nach Dänemark fuhr ich selbst. Tempomat und normaler Verkehr machten meiner Hand keine Probleme. Ohne Staus erreichten wir die dänische Grenze gegen 13:30 Uhr. Kurze Zeit später machten wir die erste Rast an einer Autobahnraststätte. Nachdem der Bauch wieder gefüllt war, ging es weiter, nun saß Jasmin am Steuer und ich legte mich lang in dem Kombi.
Schlafen konnte ich nicht, aber dösen. Ohne Probleme erreichten wir Hirthals um 18:45 Uhr.
Bevor wir bei der Color-Line eincheckten, wurde der Volvo nochmal voll getankt. In Norwegen ist das einfach zu teuer.
Unsere Fähre hatte 30 min Verspätung. Erst gegen 21:00 Uhr fuhren wir auf das Schiff. Kurze Zeit später wurde uns klar, warum die Superspeed Verspätung hatte, es stürmte mit Windstärke 6-8 und so war an Abendessen nicht zu denken. Wir versuchten ein bißchen zu schlafen, aber auch das ging auf dem rollenden Schiff nicht wirklich. Mit über 1 Std. Verspätung legten wir um 1:15 uhr in Kristiansand an. Jasmin legte sich schlafen und ich nahm die nächsten 300 km unter die Räder.
Die E 39 von Kristiansand bis Stavanger ist alles andere als langweilig. Unzählige Steigungen mit schönen Kurven, noch mehr Tunneln und Regen ließen nicht mehr als 60 km/h zu. Gegen 4:45 Uhr war ich in Larvik, dem nächsten Fährhafen. Leider mußten wir auch hier ne Stunde auf die Abfahrt warten.
Gegen 6 Uhr fuhr ich in Oanes von der Fähre. Nun waren es nur noch 25 km bis zu unserer Dicken.
In Jorpeland angekommen, suchten ich vergeblich ne Bäckerei um Frühstück zu besorgen. Also gings wieder auf die Esso Tankstelle, unser letzter Stop damals bevor es krachte. Schnell ein paar Boller (weiche Brötchen) gekauft und dann mußten wir genau an der Unfallkreuzung abbiegen.
Um 7 Uhr standen wir bei Gina auf dem Hof. Nichts zu sehen von der BMW, aber es war ja auch noch Stockdunkel. Aber Gina war schon wach und nach der Begrüßung deutete Sie auf die Garage, da steht Eure "Dicke". Zaghaft öffnete ich das Tor....und dann schaute mir ein ziemlich trauriges Gesicht entgegen...so schlimm hatte ich meine Mathilda gar nicht in Erinnerung.
Nach kurzer Untersuchung, beschlossen wir, da sich das Vorderrad nicht drehen ließ, die Bremssättel zu demontieren. Danach ließ sich die K-ute dann mit drei Mann auf den Anhänger bugsieren. Dann wurde sie fest gezurrt, das Gepäck noch verladen und als wir wieder starten wollten, sprang der Volvo nicht mehr an. Zu lange hatte ich mit Standlicht im Fährhafen gestanden. Kurz überbrücken, eine herzliche Verabschiedung von Gina und Mann, und dann ging es zurück Richtung Kristiansand wo wir gegen 13 Uhr ankamen.
Warten auf die Fähre in Kristiansand...
Nun legte ich mich in das "Gästebett" auf der Ladefläche, nachdem wir mitten im Check In Bereich der Color Line, unter den neidischen Augen weiterer Wartenden erstmal Kaffee und Mittagessen auf unserem Campingkocher gekocht hatten.
Diesmal kam das Schiff pünktlich um 16 Uhr und 45 Min später waren wir bei fast ruhiger See zurück Richtung Hirthals, wo wir um 20 Uhr von Bord fuhren. Die ersten paar Km fuhr ich noch bis zur nächsten Tankstelle. Dann übernahm Jasmin wieder das Ruder bis Rendsburg und ich schlief noch ein paar Stunden im luxuriösen Fond des Schwedenstahls.
Gegen halb zwei wechselten wir uns erneut ab und Jasmin legte sich schlafen. Alles verlief ruhig, wenig Verkehr nachts, keinerlei Staus, bis kurz vor Dorfmark der linke Hinterreifen des Volvos mit einem Schlag seinen Inhalt verlor. Toll....Reifenwechsel nachts auf der Autobahn..
Aber mit Jasmins Hilfe, waren wir keine 20 Min später wieder unterwegs Richtung Heimat, wo wir um 5:15 Uhr ankamen. Zugegeben beide ziemlich platt, aber auch froh, das alles fast reibungslos verlaufen war, fielen wir erst mal nach fast 48 Std. in ein "richtiges Bett"
Keine 3 std. später war ich schon wieder auf dem Weg zu meinem BMW Meister.
Das Ergebnis der Begutachtung wird nächste Woche da sein, aber schon jetzt steht fest, meine "Dicke" ist ein wirtschaftlicher Totalschaden und trotzdem bauen wir Sie wieder auf.:-)
Mehr demnächst...
Vom 29ten Juli bis 15ten August werden wir unsere nächste große Motorradtour fahren. Start ist in Hannover und die Route führt uns durch Dänemark --> Schweden --> Norwegen bis Höhe Trondheim --> Dänemark --> Hannover. Auf diesem Weg werden wir vom 4.8 bis zum 7.8 an dem Norwegentreffen der "Fliegenden Ziegel" teilnehmen. Mehr dazu unter die Geschichte zur Tour.
Freitag, 7. Oktober 2011
Montag, 3. Oktober 2011
Unglaublich ........
Es sind jetzt 6 Wochen seid dem Unfall vergangen. Die Genesungsprozesse verlaufen fast wie geplant. Myriam geht ab dieser Woche wieder arbeiten. Bei mir wird es noch dauern, die "Urlaubszeit auf gelben Schein" ist zunächst bis 23.10. festgelegt. Alles hängt vom Erfolg der Krankengymnastik ab, die diese Woche beginnt.
Die gesamte Zeit habe ich mit den "Gelben Bengeln" gekämpft, die BMW heimzuholen. Letztes Angebot, eine Firma holt sie für 1690€ zzgl. MwSt nach Hause. Einfach Unglaublich!!!
Allen die eine Tour von so einem Ausmaß planen, kann ich nur empfehlen, sich nach einem Guten Schutzbrief und einer entsprechenden Auslandskrankenversicherung um zusehen. Unsere bisherigen Kosten von ca. 1600€ wurden noch nicht reguliert.
Jetzt kommen nochmal ca. 500€ für den Rücktransport dazu. Wir werden Sie diese Woche mit einem Anhänger abholen. Allein die Fährkosten belaufen sich auf 250€.Danach wird sie zur Schadensfeststellung in einer BMW Werkstatt vorgeführt, da die gegenerische Versicherung sich weigert ein Gutachten erstellen zu lassen. Alle Versuche eine sonstige Möglichkeit, z.B. Spedition sind einfach zu teuer.
Hier ein Paar Bilder von der Unfallstelle:
Wir waren auf der Tankstelle (Essoschild im Hintergrund) und befuhren die RV 13 in Pfeilrichtung, als der Nissan auf der Kreuzung links abbog und es knallte.
Die gesamte Zeit habe ich mit den "Gelben Bengeln" gekämpft, die BMW heimzuholen. Letztes Angebot, eine Firma holt sie für 1690€ zzgl. MwSt nach Hause. Einfach Unglaublich!!!
Allen die eine Tour von so einem Ausmaß planen, kann ich nur empfehlen, sich nach einem Guten Schutzbrief und einer entsprechenden Auslandskrankenversicherung um zusehen. Unsere bisherigen Kosten von ca. 1600€ wurden noch nicht reguliert.
Jetzt kommen nochmal ca. 500€ für den Rücktransport dazu. Wir werden Sie diese Woche mit einem Anhänger abholen. Allein die Fährkosten belaufen sich auf 250€.Danach wird sie zur Schadensfeststellung in einer BMW Werkstatt vorgeführt, da die gegenerische Versicherung sich weigert ein Gutachten erstellen zu lassen. Alle Versuche eine sonstige Möglichkeit, z.B. Spedition sind einfach zu teuer.
Hier ein Paar Bilder von der Unfallstelle:
Wir waren auf der Tankstelle (Essoschild im Hintergrund) und befuhren die RV 13 in Pfeilrichtung, als der Nissan auf der Kreuzung links abbog und es knallte.
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