Freitag, 19. August 2011

Tag 16 Stavanger N – Springe D

Den Abend auf dem Schiff MS Bergenfjord konnten wir noch halbwegs genissen. Zuerst waren wir in der Skybar, das höchste Deck mit toller Aussicht bei der Abfahrt.
Zugedröhnt mit Morphium wird MANN schon mal übermütig...:-)

Anschließend mussten wir dringend etwas essen, die letzte Mahlzeit war das Frühstück gewesen und inzwischen war es fast 22 h. Also eins der unzähligen Restaurants auf dem Schiff ansteuern und noch schnell eine Kleinigkeit in den strapazierten Magen bringen, nur Myri hatte überhaupt keinen Appetit.

Inzwischen hatte ich den ADAC soweit, wir sollten eigentlich per Zug nach Hause fahren (mit den Brüchen!!!) das uns in Hirthals ein Taxi abholt und uns nach Flensburg bringt. Von dort sollte es per Clubmobil (Mietwagen) weiter gehen Richtung Heimat. Nach reiflicher Überlegung hatten wir unsere Kinder inzwischen informiert was passiert war (2 Tage nach unserem Start wurde Anne(Tochter) in eine Klinik eingewiesen nach einem Zusammenbruch) von daher waren wir besonders vorsichtig. Wir beschlossen die Nacht abzuwarten und am nächsten Morgen erneut zu telefonieren.

Gegen 23 h legten wir uns in ein fantastisches Bett. Diese Kabine war Ihr Geld wirklich wert, nur leider konnte ich nur stundenweise schlafen. Immer wieder wurde ich von Schmerzen geweckt, warf einen Painkiller ein, ging kurz eine rauchen und versuchte wieder zu schlafen. Gegen 7 h wurden wir vom Bordlautsprecher geweckt.

Wir hatten das Frühstücksbuffet gebucht, ein Traum! Nur einhändig eher schwierig, trotz Myris Hilfe. Anschließend baten wir an der Rezeption erneut um Hilfe beim Gepäck, die uns auch zugesagt wurde.

Gegen 9 h liefen wir in Hirthals ein, wir wurden eher rüde aufgefordert die Kabine zu verlassen, von Hilfe keine Spur. Inzwischen hatten wir wieder mit unseren Töchtern telefoniert, nach der Nacht war keiner von uns beiden in der Lage ein Auto zu fahren, und wir verabredeten uns auf eine Abholung in Flensburg.

Im Hafen wartete das Taxi, noch schnell eine Zigarette und dann kamen die ersten 300 km Höllentrip. Trotz stündlichen Pausen ging es mir immer schlechter, der Arm schwoll an und mein Zustand verschlechterte sich Zusehens, auch Myri ging es nicht besser trotz der bequemen Sitze in dem Skoda. In Flensburg wollte ich nur noch eins, eine Kettensäge um mich von dem Mistarm zu befreien. Kurz ging mir durch den Kopf, jetzt hier und gleich in die Klinik....aber so weit von zu Haus...?!

Wir hatten uns bei MC Do.... in Flensburg verabredet. Wir waren gegen 13 h eingetroffen. Die Fahrerin lud unser Gepäck aus, bekam eine Unterschrift und wech war sie. Myri organisierte zwei Tassen Kaffee und einen großen Beutel mit Eiswürfeln.....tat das gut! Eine halbe Stunde später erblickte ich das Gesicht unserer Ältesten, selten habe ich mich so gefreut dieses Gesicht zu erblicken.

Nach kurzem Begrüßungsspektakel...wir sind definitiv aufgefallen...wurden wir in das von unseren Kids organisierte 4Türige Fahrzeug bugsiert. An was sie nicht alles gedacht haben, Kaffee, Kissen, Decken. Und so wurden wir, verpackt wie rohe Eier, Richtung Heimat chauffiert, Ziel das Vincenz Krankenhaus in Hannover.
Dank der Verpackung, des Eisbeutels und Jasmins bedachter Fahrweise ging es mir zunehmend besser. Nach zwei Staus und vier Stunden später kamen wir in Hannover an. Inzwischen wollte ich nur noch eins, in das eigene Bett erst mal schlafen. Und so kamen wir gegen 19 h zuhause an. Kurz den Rest der Familie begrüßen, vor allem unser Zoo hatte uns arg vermisst, und dann fiel ich ins Bett.

Morgen sehen wir weiter...

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