Tageskm: 236 KM Stand: 142137
Nachdem ja gestern Abend die Entscheidung fiel, das sich unsere Gruppe trennt, zogen Gabi und Norbert es vor recht früh zu starten und auf Frühstück zu verzichten. Da hier oben, besonders in ländlicher Gegend die Läden erst um 8:30 öffnen, wäre der Start zu spät geworden war ihre Begründung. (Es fehlte an nötigen Accessoires wie Brötchen u.a.)
Also kurze Verabschiedung und erst mal Frühstück besorgen. Nach der Stärkung noch kurz alles aufsatteln und gegen 9:30 starteten wir bei herrlichem Sonnenschein aber leider nur 12°C Richtung Trollstegen.
Leider kamen wir nicht weit. Beim Abbiegen auf die E 6 löste sich die rechte Abdeckung des Staufaches, streifte noch den Fuss des Fahres und verabschiedete sich in die Wildnis. Trotz intensiver Suche von knapp einer halben Stunde, blieb sie verschollen und so setzten wir die Fahrt nach kurzem Umpacken ohne fort.
In Dombas verließen wir die E6 in Richtung Andalsnes und folgten der E 136. Wenig Verkehr und herrliche Landschaft, dazu Sonne, was kann einem Biker besseres passieren. Nach gut der Hälfte der Strecke entdeckte ich im Flusslauf unzählige Stromschnellen und die Gegend hatte etwas von alten Westernfilmen...es fehlte eigentlich nur noch John Wayne der auf einem Pferd um die Ecke geprescht kommt. Leider hatten diese schöne Stelle auch unzählige Wohnmobillisten entdeckt und so setzten wir unsere Fahrt fort..
Am Abzweig zu den Trollstegen entschieden wir uns, noch kurz bis Andalsnes weiter zu fahren um frisches Geld und einen Kaffee zu ergattern. An der Kaimauer im Hafen lag dann das erste Kreuzfahrtschiff, die Discovery aus England. Entgegen unserer Vermutung das in diesem Bereich alles sehr teuer ist, waren wir über die aufgerufenen Kurse sehr überrascht. Zwei Kaffee und zwei Stück Kuchen für 45 NOK war erträglich und so machten wir unsere Mittagspause im Hafen.
Der erste Kreuzfahrer...
Frisch gestärkt ging es zurück zum Abzweig und hinein in die Bergwelt der Trolle. Bei herrlichem Wetter, Sonne 18°C ging es hinauf über 11 Serpentinen bei 12% Steigung vorbei am Stigfossen (einem 320m hohem atemberaubenden Wasserfall) auf ca 750m H.
Oben angekommen, noch schnell ein paar Fotos und dann geht es hinab über ca. 40 km nach Valldal. Tolle Kurven entlang des Bergflusse verleiten zum Schnell fahren, und das kann hier unangenehm teuer werden. Unten am Fjord angekommen, musste erst mal etwas warmes in den Bauch. Und so steuerten wir einen der unzähligen Imbisse an. Kaum saßen wir fing es mal wieder an zu regnen. Gegenüber war ein Supermarkt, und so wollten wir den Schauer überbrücken, indem wir für morgen früh schon alles besorgen wollten.
der berühmte Trollstiegen..
Auf dem Dach der Welt..:-) kurz hinter dem Trollstiegen
Als wir wieder die Straße betreten wollten, schüttete es aus Kübeln und wer kam da um die Ecke....die zwei K-Gespanne, die schon beim Treffen überraschend aufgetaucht waren. Kurze Lagebesprechung und wir beschlossen den nächsten Campingplatz aufzusuchen um eine Hytte zu mieten.
So endete der Tag nach „nur“ 236 km. Für 300 NOK bekamen wir ein warmes Plätzchen. Schnell abgeladen und die nassen Sachen aus. Morgen geht es weiter Richtung Geiranger und bei gutem Wetter bis an den Sognfjord.
Die Abende in Norwegen, einfach atemberaubend....





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