Sonntag, 21. August 2011

Die Woche danach....

Zunächst das wichtigste, es geht uns beiden den Umständen entsprechend gut! Die Blessuren heilen, die Seele begreift...es hätte auch ganz anders ausgehen können.

Heute ist Sonntag, der 21.8., so ziemlich genau vor einer Woche kamen wir ziemlich lädiert in unserem Domizil an. Mein Liebling, nach meiner Familie natürlich, steht noch in Norwegen, das schmerzt, zumal ich keinerlei Ahnung habe, wie Ihr Zustand wirklich ist. Ich vermute, nur waschen und bügeln wird nicht helfen. Der Rahmen wird nicht zu retten sein, und viele andere Teile auch nicht, aber fest steht ich hole Sie heim und baue Sie wieder auf!

Unser Dank gilt in erster Linie den unzähligen Helfern am Unfallort, Eileen die gleich nach der Katastrophe unermüdlich bemüht war, Gina und Mann (Taxifahrer) ohne die wir mit vollem Gepäck nach Hause hätten fahren müssen, ganz zu Schweigen von der Aufnahme unserer Dicken. Der ADAC hat sich Mittwoch , 5 Tage nach unserem Crash gemeldet, unsere Maschine wäre nicht an dem beschriebenen Ort!!!! Unglaublich, wenn man bedenkt, das Sie an der Durchgangsstrasse stand!

Ganz großen dank haben wir unseren beiden Töchtern zu leisten, die uns so sanft und gut vorbereitet aus Flensburg geholt haben. Nicht selbstverständlich, zumal Sie eigentlich wie Hund und Katze sind....aber wenns drauf ankommt, dann hält diese Familie zusammen wie Pech und Schwefel!

Weiter möchte ich mich für die vielen Genesungswünsche, Hilfsangebote, Anrufe etc. der Flying Brick Familie bedanken. Besonders Roy, der sofort angeboten hatte zu helfen. Wir werden für alles eine Lösung finden, da bin ich sicher!

Am Montagmorgen teilten wir uns auf, Anne beförderte Myri zur Chirurgischen Praxis, die dann leider wegen Urlaub zu war, und Sie doch ins Krankenhaus musste.
Diagnose bestätigt, 3 Rippen gebrochen, Hüftkopf gestaucht und unzählige Prellungen. Sie sollte eigentlich bleiben, was Sie aber ablehnte, zu Hause liegt Sie auch ruhiger, und inzwischen hüpft Sie schon wieder fast wie ein junges Reh mit Ihren Krücken.
Jasmin brachte mich zunächst ins Annastift, spezialisiert auf Orthopädie, die aber eine Versorgung ablehnten. Also gings weiter ins Vincenz gleich um die Ecke.
Hier wurde ich aufgenommen, noch mal geröntgt, und auf Station mit den Worten verfrachtet, Respekt, son Bruch haben wir hier schon lange nicht mehr gesehen, und dann noch 1100km gereist, alle Achtung!!!
Am Dienstagmorgen gegen 7:30 h kam ich ins OP und dann werkelten die Chirurgen 4,5 h an mir herum. Nachmittags saß ich schon wieder im Garten des Krankenhauses mit meinem Schatz bei Kaffee.

Freitagmorgen haben sie dann eingesehen, ich bin nicht zu halten und entließen mich nach Haus. Samstagmorgen bin ich schon wieder selbst zum Verbandswechsel mit der dicken Bertha gefahren (Schwedenpanzer). Die lässt sich durch so viele Helferlein so leicht bewegen, Tempomat, leicht schaltendes Getriebe, das keinerlei Probleme auftraten und ich somit beweglich bin. Weil viele Termine stehen jetzt an, Krankengymnastik etc. und Anwaltstermine.

Eins habe ich mir fest vorgenommen, die Prognose 3 Monate Pause, werde ich wiederlegen, allein schon deshalb, weil meine liebe Firma mich braucht und ich wahnsinnig werde, wenn ich untätig herumsitze.

Das alles ganz anders ausgehen hätte können, ist uns durchaus bewusst! Wir hatten Glück im Unglück. Dank BMW, die vor 30 Jahren schon ein Konzept erarbeitet haben, den Fahrer in so einem Fall, größtmöglichem Schutz zu bieten, denn außer der Hand habe ich nichts!!!! werden wir weiterhin Motorradfahren, auch wenn ich langsam pessimistisch werde, zwei Unfälle innerhalb weniger Monate, ohne auch nur ein Fünkchen Schuld stimmen nachdenklich! Nur das gleiche hätte auch passieren können, wenn wir uns z.B. in Oslo eins der vielen Mietfahrräder genommen hätten um die Stadt zu erkunden, oder, oder, oder......


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